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Jazz International

Hammerling trifft Michaela Dietl
ZUG

Da bewährt sich die deutsch-österreichische Freundschaft wieder mal, auch wenn es sich in fact um eine bayrisch-österreichische Freundschaft handelt die zwischen Fritz Moßhammer (der Österreicher) und Erwin Rehling (der Bayer) entstanden ist. Als Duo sind sie Hammerling und dieses Duo expandierte für die neue CD zum Trio weil nämlich Michaela Dietl sich dazu gesellte. Im Trio entstehen dann Nummern mit so seltsamen Titel wie „Oberm Ton“, „Arbeiterkirchenmusik“, „Manchmal Ostwind“ oder „Tanz der Fliesen“. Gespielt werden diese seltsamen Nummern dann auf ebenso seltsamen Instrumenten wie Alphorn, Maultrommel, Schellenbaum oder Steinspiel (??). Einzig Michaela Dietl bewegt sich mit Akkordeon und Melodica in einem, sagen wir, bekannterem Umfeld. Im Zusammenklang ergeben aber seltsame und weniger seltsame Instrumente ein gar wohlgefälliges Hörbild. Schräge Stücke die erst nach mehrmaligem Hören gar nicht mehr so lustig klingen wie zu Beginn der Hörreise. Es steckt, trotz allem Humor, sehr viel musikalische Genialität und viel Tiefe in den Kompositionen. Ob es nun Jazz oder „wilde Volxsmusik“ ist muss hier nicht diskutiert werden, gut ist es auf alle Fälle.

Akro

CD Rezensionen concerto magazin 10/2008